Was macht eine Font gut oder schlecht?

Von Marvin Tramp | Jan. 04, 2023 | Blog

Font gut oder schlecht

Was macht eine Font gut oder schlecht?

Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine Font gut oder schlecht sein kann. Viele beliebte Schriftarten wurden bis zur Erschöpfung benutzt. Fonts, die nicht mit unserem inneren Verständnis von Balance übereinstimmen, werden ebenfalls als hässlich empfunden. Noch mehr Schriften funktionieren nicht, weil sie zu sehr auf Extravaganz und Gimmicks konzentrieren, um lesbar zu sein, während andere das gegenteilige Problem haben: Es gibt nichts Einzigartiges an ihnen, sodass sie nicht herausstechen. Im Folgenden gehen wir darauf ein, welche Merkmale eine Schrift wirklich schlecht machen können.

Zu oft verwendete Fonts

Einige Schriftarten werden so oft verwendet, dass sie eintönig und langweilig geworden sind. In diesem Fall ist es schwierig zu erkennen, ob eine Font gut oder schlecht ist. Einige berühmte Beispiele sind Arial, Brush Script und Souvenir. Brush Script war von den 1940er- bis zu den 1960er-Jahren so beliebt, dass sie auch heute noch altbacken und überstrapaziert wirkt. Ähnlich ist Souvenir in unseren Köpfen als „70er-Jahre-Werbeschrift“ fest verankert. Es ist nicht so, dass diese Schriften per se schlecht wären. Sie wurden nur schon so oft verwendet, dass sie ihren Reiz verloren haben. Ebenso haben sich in den letzten Jahren Schriften, wie Helvetica und Times New Roman zu eben solchen Fonts entwickelt.

Unausgewogene Schriftarten

Wenn eine Schrift ausgewogen ist, empfinden wir sie als ästhetisch ansprechend. Das bedeutet lediglich, dass das Gewicht der Schrift – die Platzierung der dickeren Linien – so verteilt ist, dass sie nicht umkippen würde, wenn sie ein greifbares Objekt wäre.
Unausgewogene Fonts sind folglich das komplette Gegenteil und wirken, als würden sie jeder Zeit zu einer Seite überkippen. Die Gewichtsverteilung einer Schriftart bestimmt, ob wir sie hässlich oder schön finden. Die schlechtesten Schriftarten sind unausgewogen, was sie unästhetisch erscheinen lässt.

Unleserliche Fonts

Einige der schlimmsten Schriften, wie z. B. Brush-Stroke-Schriften, sind fast überall unbeliebt, weil sie mit einer Menge unnützem Schnickschnack versehen sind, der den Betrachter vom eigentlichen Text ablenkt, den er zu lesen versucht. Andere berühmt-berüchtigte, negative Beispiele für Fonts sind sogenannte Stencil-Fonts. Diese ahmen Schablonen und oft in dem Zusammenhang einen Graffiti-Look nach. Diese werden von Designern nicht gemocht, da sie unruhig und unberechenbar sind. Zufällige Überblendungen auf Buchstaben, löchrige Formen oder uneinheitliche Grundgröße sind nur einige der Gründe.

Langweilige Schriften

Und dann gibt es noch die Schriftarten, die einfach nur langweilig sind, was sie zu einer schlechten Wahl macht. Diese Kategorie ähnelt sich ein wenig der zu oft verwendeten Fonts, jedoch können solche Schriften auch von vorneherein zu langweilig sein, ohne sich über Jahre etabliert zu haben. Jedoch ist an diesen Schriftarten nichts explizit falsch, sie haben einfach nichts Herausragendes an sich.
Arial ist ein Beispiel für eine Schriftart, die wir alle schon eine Million Mal gesehen haben. Sie erfüllt ihren Zweck, aber das war’s auch schon. Sie fügt dem Design nichts hinzu, sie kommuniziert eine Marke nicht auf sinnvolle Weise.
Obwohl es Fälle gibt, in denen eine unscheinbare Schriftart genau das ist, was Sie brauchen, gibt es viele gute Schriftarten, die Persönlichkeit vermitteln und gleichzeitig in den Hintergrund treten.

Ein abschließender Tipp für das Erkennen, ob eine Font die gut oder schlecht ist und wie man meistens solche Schriftarten direkt umgehen kann:

Nicht am falschen Ende sparen. Gute Fonts kosten Geld. Type-Foundries stecken oft hunderte Stunden Arbeit in die Entwicklung einer Schriftfamilie. Zudem liefern die Schöpfer immer wieder Updates und Optimierungen für die gekaufte Schrift. Free Fonts sind oft ein Schuss ins Ungewisse, gerade auch, wenn es um Lizensierung der Schriften geht. Eine Alternative zum einzelnen Lizensieren von Schriften sind Tools, wie Adobe Fonts oder Google Fonts. Dort kann man qualitativ hochwertige Fonts finden, bei Google Fonts sogar kostenlos.

Sollten Sie Google Fonts für Ihre Website benutzen, achten Sie darauf, die Schrift DSGVO-konform einzubinden! Alter Solutions Deutschland Data Protection Expertin Ina Clima erklärt, in welchen Fällen Google Fonts DSGVO-konform ist. Lesen Sie den Beitrag hier.

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